Wasser-Projekt in Ghana
AfroAid setzt in Zusammenarbeit mit seinen Partnern in Ghana ein Pilot-Projekt zur Verbesserung der Wasserversorgung in Gang.

Die Situation

Kotobabi ist ein Quartier in Accra, der Hauptstadt Ghanas, mit rund 35'000 Einwohnern. Wie in vielen Orten in Ghana, ist auch hier die Wasserversorgung ein grosses Thema. Die staatliche Wasserversorgung - sofern sie überhaupt existiert - arbeitet sehr unzuverlässig und der derzeitige Wassermangel in Ghana verschlimmert die Situation zusätzlich. Die Menschen müssen ihr Wasser für den täglichen Gebrauch mit Kanistern an privaten Wasserstationen holen. Im Falle der Bewohner von Kotobabi bedeutet das einen Fussmarsch von gut einer halben Stunde für einen Weg.

Das Projekt

Zur Verbesserung der oben erwähnten Situation planen wir in Kotobabi die Errichtung eigener Wasserstationen, die kooperativ von den Bewohnern organisiert und geführt werden. Eine Wasserstation bedeutet einen Wassertank (Polytank) mit ca. 15'000 Liter Fassungsvermögen und der notwendigen Infrastruktur, bestehend aus einem soliden Fundament und Wasseranschlüsse für das Abfüllen der Kanister. Das Wasser kann von einem Wasserzulieferer per Lastwagen in Accra bezogen werden.
Der erste Schritt ist mit einer Wasserstation als Pilot-Projekt zu beginnen, mit der Absicht weitere folgen zu lassen.

Die Organisation

Eine Wasserstation wird von einer Kooperative mit rund 100 Mitgliedern geführt, die sich in 10er-Teams organisieren und wöchentlich treffen. Von einer Wasserstation werden gut 1000 Bewohner profitieren können.

Die Startkosten für eine Station belaufen sich auf rund 1'800 Franken, wobei der Kauf des Wassertanks der grösste Teil des Budgets ausmacht. Die Kooperative verpflichtet sich jeweils mindestens 1/3 der Kosten zu organisieren und AfroAid unterstützt mit dem fehlenden Teil.

Die Wasserverteilung wird von Mitgliedern der Kooperative organisiert und überwacht. Das Wasser wird zu einem leicht tieferen Preis als bei privaten Stellen abgegeben. Mit den Einnahmen wird in erster Linie der Unterhalt und der Betrieb der Station sichergestellt. Der Überschuss fliesst in einen Fonds für neue Projekte (z.B. für eine weitere Station).

Damit ist nicht nur die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet, sondern darüber hinaus werden weitere Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation der Quartierbewohner ermöglicht.

« zurück
Länder
In folgenden Länder Afrikas sind wir aktiv:
» Ghana
» Kamerun
» Kenya
» Sierre Leone
Spenden
Unterstützen Sie unsere Projekte.
weiter »